12.08.2026
Impuls

Geschenkt, um zu wirken ...

... sind Gnadengaben. Charismen. Fähigkeiten, die eingesetzt werden wollen. Gedanken zum 20. Sonntag.

Lesejahr A II, 16.8.2026

 


Denn unwiderruflich sind die Gnadengaben und die Berufung Gottes.

Römer 11,29


 

Impuls

 

Gnadengaben

was ist das überhaupt?!?

 

Gott legt in jeden Menschen

etwas Einzigartiges.

Fähigkeiten, Begabungen,

Erfahrungen, Kräfte, ...

 

Manche Menschen können gut zuhören.

Andere finden tröstende Worte,

behalten auch in schwierigen Situationen den Überblick

oder haben den Mut, Neues zu beginnen.

 

Manche können Menschen zusammenbringen,

andere organisieren, gestalten, erklären,

musizieren, beten, pflegen oder

schaffen mit ihren Händen etwas.

 

Nicht jede Gabe fällt sofort auf.

Oft sind wir uns unseres Geschenkes gar nicht im Klaren.

Vieles geschieht unbewusst und unscheinbar -

aber auf keinen Fall unbedeutend.

 

Gott vertraut uns etwas an,

das eingesetzt werden will.

 

Eine Fähigkeit, die ungenutzt bleibt,

ist wie ein Geschenk, das ungeöffnet bleibt.

 

Vielleicht braucht es Mut,

um es auszupacken,

weiterzugeben,

zu entfalten.

 

Aber keine Sorge,

es geht nicht darum, besonders großartig sein zu müssen

oder sich in den Mittelpunkt zu stellen.

 

Gnadengaben sind nicht

für den eigenen Ruhm bestimmt.

 

Sie sollen anderen dienen,

Gemeinschaft stärken,

Hoffnung wecken.

 

Gott fragt nicht danach,

ob eine Gabe größer oder beeindruckender ist

als die eines anderen Menschen.

Er fragt, ob wir bereit sind,

das einzusetzen,

was uns gegeben wurde.

 

Niemand kann alles.

Niemand muss alles können.

Wir sind aufeinander angewiesen.

 

Im Zusammenspiel entsteht etwas,

das größer ist als das,

was ein Einzelner schaffen könnte.

 

Gott schenkt uns Gaben nicht,

damit wir sie für uns festhalten.

Er schenkt sie,

damit wir schenken ...

 

© chrisgarz