Die Wunden heilen und Raum schaffen für das Glück
Ende Juni lud die Katholische Erwachsenenbildung zu einem Vortrags- und Diskussionsabend mit Pfarrer Dr. Fabian Mmagu in den Pfarrgarten Oberpullendorf. Der Theologe, Psychotherapeut und Pfarrer sprach zum Thema „Die Wunden heilen und Raum schaffen für das Glück – ein Fall für den tragischen Optimismus“.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Frage, wie Menschen mit den Verwundungen und Krisen ihres Lebens umgehen können. Pfarrer M'Magu machte deutlich, dass Verletzlichkeit zum Menschsein gehört und in allen Lebensbereichen – in Familie, Freundschaften, Partnerschaften, Beruf und Glauben – erfahrbar wird. Gleichzeitig ermutigte er dazu, die eigenen Wunden nicht nur als Belastung, sondern auch als Chance für persönliches Wachstum, Sinnfindung und innere Reifung zu betrachten.
In schwierigen Erfahrungen neue Sinn- und Glücksperspektiven zu entdecken
Aus psychotherapeutischer, philosophischer und theologischer Perspektive zeigte der Referent Wege zu Resilienz, Selbstverantwortung und einem gelingenden Leben auf. Dabei nahm er Bezug auf Denker wie Viktor Frankl, Erich Fromm und Martin Heidegger. Besonders Frankls Gedanke des „tragischen Optimismus“ – die Fähigkeit, trotz Leid, Krisen und Begrenzungen Sinn zu finden – zog sich wie ein roter Faden durch den Vortrag.
Heilende Kraft des Glaubens
Als Priester betonte Pfarrer MMagu zudem die heilende Kraft des Glaubens, des Gebets und der Liturgie. Christliche Hoffnung bedeute nicht, vor den Wunden des Lebens die Augen zu verschließen, sondern ihnen mit Vertrauen, Freiheit und der Gewissheit von Gottes Nähe zu begegnen.
Die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher verfolgten die Ausführungen mit großem Interesse und nutzten die anschließende Gesprächsrunde und den Ausklang bei Brot und Wein für persönliche Fragen und einen regen Austausch.
