Am Gedenktag des hl. Johannes Bosco, am Samstag, dem 31. Januar 2026, wurden Mons. Marko Kovač und Mons. Vlado Razum während eines feierlichen Gottesdienstes in der Zagreber Kathedrale zu Weihbischöfen der Erzdiözese Zagreb geweiht. Der Eucharistiefeier und dem Weiheritus stand der Erzbischof von Zagreb und Metropolit, Mons. Dražen Kutleša, vor. Mitkonsekratoren waren der emeritierte Erzbischof von Zagreb, Kardinal Josip Bozanić, sowie der Apostolische Nuntius in der Republik Kroatien, Mons. Giorgio Lingua.
Zu Beginn der Feier begrüßte Erzbischof Kutleša alle Anwesenden, insbesondere die Weihekandidaten Mons. Kovač und Mons. Razum, die „berufen sind, als Weihbischöfe der Erzdiözese Zagreb zu dienen“. Dem Heiligen Vater sprach er seinen herzlichen Dank für dieses kostbare Geschenk aus. Ebenso dankte er ihren Familien, die sie auf ihrem Weg des Glaubens, des Wachstums und der Reifung im Dienst der Kirche begleitet haben. „Danke für eure stille, aber wertvolle Unterstützung, für euer Gebet und eure Hingabe, durch die Gott in ihrem Leben seinen Plan verwirklichen konnte“, sagte Erzbischof Kutleša.
Nach den liturgischen Lesungen erfolgte die Vorstellung der Erwählten, Mons. Kovač und Mons. Razum. Die Apostolischen Ernennungsurkunden wurden verlesen: Die Bulle zur Ernennung von Mons. Marko Kovač zum Weihbischof von Zagreb verlas Weihbischof Mons. Ivan Šaško, während die Bulle zur Ernennung von Mons. Vlado Razum zum Weihbischof von Zagreb von Weihbischof Mons. Mijo Gorski verlesen wurde. Der Apostolische Nuntius Mons. Lingua zeigte die Urkunden dem versammelten Volk Gottes.
Die Predigt hielt Erzbischof Kutleša. Er sagte unter anderem: „Gerade hier, in der Kathedrale, die selbst ein Zeichen der Kirche im Wiederaufbau ist, empfangt ihr, liebe Brüder Vlado und Marko, die Fülle des Sakraments der Weihe. Ihr empfangt sie nicht an einem Ort des Triumphes, sondern an einem Ort der Bescheidenheit; nicht in einem vollendeten Bau, sondern in einem Raum, der noch sein endgültiges Gesicht sucht. So sagt uns die göttliche Vorsehung eindringlich, dass der bischöfliche Dienst kein Dienst fertiger Lösungen ist, sondern eines treuen Unterwegsseins. Kein Dienst sicherer Antworten, sondern ein beharrliches Suchen der Wahrheit im Gehorsam gegenüber dem Heiligen Geist.“
Weiter sagte er zu den Neu-Geweihten: „Liebe Brüder Vlado und Marko, ihr werdet berufen sein, im Namen jener zu sprechen, die keine Stimme haben: der Ungeborenen, der Rechtlosen, der Verachteten, der Vergessenen. Doch noch häufiger werdet ihr zu etwas Schwererem gerufen sein: zur demütigen Stille vor Gott. Nur wer die Knie vor Gott beugen kann, kann vor den Menschen aufrecht stehen. Nur wer sich vor Gottes Gericht fürchtet, kann frei sein von menschlichen Reaktionen.“
Nach der Predigt folgte der Weiheritus.
Am Ende der Eucharistiefeier richtete der Erzbischof von Split-Makarska, Mons. Zdenko Križić, im Namen der Mitbrüder der Kroatischen Bischofskonferenz ein Grußwort an die Neu-Geweihten: „In dieser eucharistischen Feier sind wir von Freude und Dankbarkeit erfüllt, denn der Herr schenkt seiner Kirche zwei neue Hirten. Im Geheimnis der Bischofsweihe erkennt die Kirche das Wirken des Heiligen Geistes, der durch den Dienst der Nachfolger der Apostel das Volk Gottes unaufhörlich erneuert und auf dem Weg des Heils führt.“
Im Namen der Priester der Erzdiözese Zagreb sprach der Pfarrer der Pfarre St. Josef in Zagreb-Trešnjevka, Pfarrer Damir Ocvirk, ein Grußwort an die neuen Weihbischöfe.
Am Ende der Feier sprach Mons. Vlado Razum im Namen der neu geweihten Weihbischöfe den Dank aus und sagte, wie schön es sei, „heute hier in unserer Kathedrale zu sein, die erneut ihre Türen geöffnet hat. Auch wenn sie noch immer verwundet ist, ist sie doch gefestigt und bereit, ihre Kinder wieder in ihren Schoß aufzunehmen, damit Ströme der Gnade aus ihr fließen und unsere Herzen tränken. Wieder können wir innehalten und in der Stille vor der Statue des seligen Alojzije Stepinac beten, der uns als bleibendes Vorbild, als Inspiration und Ansporn für unsere persönliche Heiligung und Hingabe geschenkt ist.“
An der Eucharistiefeier konzelebrierten Erzbischöfe und Bischöfe aus Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Slowenien, Serbien, Montenegro, Nordmazedonien, Kosovo, Österreich, Italien und der Ukraine sowie Ordensobere und zahlreiche versammelte Priester.
Foto: TUZN, Josip Vuković