Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Volksschule in Hornstein haben sich im Religionsunterricht auf besonders eindrucksvolle und lebendige Weise mit der biblischen Geschichte der Emmaus Jünger beschäftigt. Gemeinsam mit ihren Religionslehrerinnen Rebeka Gassner und Katja Marth haben sie sich in die Perikope „Beim Brechen des Brotes erkannten sie ihn“ vertieft und die Botschaft der biblischen Erzählung erlebt und gefühlt.
Zu Beginn der Unterrichtseinheit betrachteten die Kinder aufmerksam ein Bild, wobei sie frei ihre Gedanken und Eindrücke äußern konnten. Anschließend wurde das Sichtbare mit der bekannten Emmaus Geschichte aus dem Evangelium nach Lukas verbunden. Die Geschichte wurde so gelesen, dass alle eine besondere Rolle erhielten, wodurch sie lebendig wurde und den Schülerinnen und Schülern half, ihre Gefühle auszudrücken.
Ein besonderer Höhepunkt war der sogenannte „Emmausgang“. Die Kinder machten sich – symbolisch wie die beiden Jünger – auf den Weg in die Natur. In dieser ruhigen Umgebung hatten sie die Möglichkeit, über das Gehörte nachzudenken, miteinander in Ruhe zu sprechen und zur inneren Ruhe zu finden. Unterwegs wurde gebetet und das mehrsprachige Lied „Bleib bei uns, Gott, bleib bei uns“ („Kum ba yah, my Lord, kum ba yah“) gesungen, was das Gemeinschaftsgefühl noch verstärkte.
Am Ende brachen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam Brot und teilten es miteinander – ein starkes Zeichen für Gemeinschaft und Verbundenheit, wie es auch in der biblischen Geschichte beschrieben wird.
Der Emmausgang war für die Kinder eine schöne und tiefgehende Erfahrung: Sie konnten die Angst und Traurigkeit der Jünger gut nachempfinden und erleben, wie sich diese Gefühle in Hoffnung, Mut und Freude verwandeln. Der Unterricht vermittelt nicht nur Wissen, sondern stärkt auch Herz und Gemeinschaft.
Foto: Katja Marth