Die heißen Sommertage und die Hitzeperiode im Juni haben den Menschen zu schaffen gemacht, besonders die Gruppe der Vulnerablen. Viele Menschen sind auch in Europa gestorben, von den Hitzetoten in den anderen ausgedorrten lebensbedrohlichen Kontinenten und Ländern nicht zu reden, die Welt hat sich anscheinend daran gewöhnt.
Nicht die weltweiten Kriege treiben primär die Migrantenzahlen hinauf, sondern die Chancenlosigkeiten des Lebens und Überlebens, die Wasserknappheit, der Ausfall der Ernten und menschenunwürdiges und bedrohliches Leben. Manche wollen es nicht wahrhaben, sie leugnen den Klimawandel, auch jene mit großer politischer Verantwortung. Andere wiederum übertreiben, ich denke an die Klimakleber und ihre Gewaltanwendungen, auch sie gehören bereits der Vergangenheit an.
Ich denke an Papst Franziskus und sein Schreiben „Laudato si“ und sein unermüdlicher Einsatz, Versuche, die Stimme zu erheben, auf die Armen und Ausgebeuteten zu schauen, die Schöpfungsverantwortung einzumahnen, Wirtschaft und Industrie zum Umdenken zu bewegen. Allerdings, der Ausbau von Straßen, die Tempolimit Reduzierung, das eine oder andere E-Auto, einige Windräder und Photovoltaikanlagen werden die Welt nicht schnell verändern, solange noch immer getan und versucht wird, was diese Welt und den Kosmos verwundet. Eine unverantwortliche Zahl von Satelliten im All als neuer Macht- und Geldfaktor, der Flugverkehr wächst rasant, der Himmel wird vernebelt, das Trinkwasser sorglos verbraucht. Lebensresourcen werden zertrümmert, die Einheit: Mensch, Natur, Schöpfung, Geschöpf und Schöpfer ist schon lange zerrissen. Böden werden versiegelt und fruchtbares Land verdorrt. Die Verhinderung des einen oder anderen Atomkraftwerkes hat heute in der Diskussion kein Gewicht mehr, denn die Gewichter und wirtschaftlichen Interessen haben sich verlagert. Waffen, auch Nuklearwaffen werden in einem Ausmaß produziert, das den Atem anhalten lässt.
In diesem Zusammenhang kommt mir das Bibelwort: „Macht euch die Erde untertan“ in den Sinn. Manche haben auch den Christen die Verantwortung für das Ausbeuten unseres Planeten in die Schuhe geschoben. Dieses Bibelwort aber ermutigt zum verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung und den Geschöpfen. Wer die Augen vor dem Schöpfer verschließt, wird diese Herausforderung und diesen Auftrag kaum erkennen. Auch die neuen Technologien, die Computerprogramme, die Künstliche Intelligenz können den Menschen nicht ersetzen. Kreativität, Liebesfähigkeit, Leidensfähigkeit, Lebendigkeit, Mitgefühl und Empathie können nicht an Maschinen delegiert werden. Wo das Menschsein ausgehöhlt wird, nimmt die Angst zu, das Durchschnittliche wird zum Maßstab, die Menschen verlieren ihre Innovationskraft und stecken in einer evolutionären Sackgasse. Ein Transhumanismus, jenseits des Menschseins führt zum Tod, höhlt diese Welt aus und beendet die Zukunft.
Gerade in den hitzigen Tagen des Lebens möchte ich jene Menschen nicht missen, die realistisch und hoffnungsvoll in dieser Welt leben und sie mitgestalten, die zu ihren eigenen Brüchen, Verletzungen und Grenzen stehen, die ihre Begabungen und Behinderungen einbringen und die immer noch Freude haben am Werden, Wachsen und Blühen anderer Menschen, der Welt und an die Wirklichkeit Gottes, den Schöpfer und Vollender glauben. Wie würde eine Welt ohne Gott sein?
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