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Mariazeller Wandermuttergottes in Neuberg angekommen
Datum:
03.09.2026
Autor:
Karl Knor

Am letzten Augustwochenende fand die 103. Wallfahrt der Burgenlandkroaten nach Mariazell zur „Magna mater Austriae“ statt. Im Rahmen dieser Wallfahrt wird eine geschnitzte Kopie der Mariazeller Madonna (Putujuča Marija Celjanska), die ein zentrales Glaubenssymbol der Burgenlandkroaten ist, alljährlich von einer kroatischen Pfarre an eine andere weitergegeben. Die Staute verbringt jeweils ein ganzes Jahr als Gast in einer kroatischsprachigen Pfarrgemeinde im Burgenland, in Ungarn oder in der Slowakei. Diese Pfarre wird dann in diesem Jahr zu einem besonderen Pilgerziel für Gruppen aus anderen Regionen. Diese Tradition wurde vom ersten Eisenstädter Diözesanbischof DDr. Stefan László ins Leben gerufen.

Die feierlich Übergabe fand in diesem Jahr am 30.August am Ende der traditionellen Wallfahrt statt. Gläubige aus der ungarischen Pfarre Hrvatski Židan übergaben die Madonnenstatue an die Neuberger. Und symbolträchtig übernahmen die Kinder aus der Pfarre Neuberg diese. Es war sehr schön, dass nicht nur die ältere Generation an der Wallfahrt teilnahm, sondern auch die Jungen und Jüngsten. Bei der Übergabe bzw. Andacht und Messe wirkten auch Pfarrer Mag. Marko Zadravec, der junge Neuberger Kantor Morice Krenn sowie der Gesangsverein Neuberg mit.

Gegen 18.30 Uhr trafen dann die Pilger in der Heimatpfarre Neuberg wieder ein. Eine große Menschenmenge erwartete sie und bildete ein Spalier vom Sportplatz bis zur Kirche. Empfangen wurden die Pilger von Pfarrer Mag. Kurt Aufner und Diakon Mag. Willi Jandrisits. Mit Gesang ging es dann zuerst zum Neuberger Marienmarterl neben der Schule, wo die Mariazeller Muttergottes die Neuberger Schutzmantelmadonna grüßte. Danach erfolgte der feierliche Einzug in Kirche, wo eine würdevolle und ergreifende Andacht stattfand. Allen Verantwortlichen gebührt Dank und Anerkennung. Ein Jahr lang findet nun die Mariazeller Wandermuttergottes ihre Heimat in Neuberg. Für die Pfarre zwar eine große Herausforderung, aber auch ein Segen. Mit Gottes Hilfe und der Fürsprache der Gottesmutter Maria wird auch diese Aufgabe gemeistert werden, ehe die Madonnenstatue im nächsten Jahr nach Mariazell zurückkehrt und dort weitergegeben wird.

 

 

Fotos: Karl Knor

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