Ida Boisits wurde am 8. November 1934 geboren. In bescheidenen Verhältnissen zur Welt gekommen, wuchs sie als Kind von Landarbeitern auf und vor allem auch in der Zeit der 2.Weltkrieges. Ihre Eltern waren bescheidene Landarbeiter, die gezwungen waren, vom Frühjahr bis in den Spätherbst auf den Gutshöfen in Niederösterreich zu arbeiten. Mit diesem wenig verdienten Geld musste die Familie über den Winter kommen. Die älteren Kinder wurden zur Saisonarbeit mitgenommen, währen die jüngeren Kinder bei Verwandten oder Bekannten blieben. So endete auch Idas Kindheit jäh, musste sie doch bereits im Alter von 13 Jahren mit der Familie als Saisonarbeiterin zur Arbeit mitgehen, um die finanzielle Not der Familie zu lindern.
In ihren reiferen Jahren entdeckte sie ihr Talent zum Schreiben von Gedichten, welches sie von ihrer Mutter Elisbeth Sakovics vererbt bekommen hatte, die selbst viele Gedichte schrieb. Zuerst verfasste Ida Boisits ihre Gedichte in kroatischer Sprache, später schrieb sie in deutscher Sprache. Im Mittelpunkt ihrer Gedichte stehen oft Themen wie die Liebe, allen voran die Mutterliebe, die Natur, ihre Heimat Neuberg und die Religion. Ida Boisits setzte sich aber auch mit ernsteren Themen auseinander.
Ida Boisits war jahrzehntelanges Mitglied des Neuberget Chores. Sie war auch Leiterin der Legio Mariä in Neuberg und auf kirchlichem Gebiet sehr engagiert und gottesfürchtig. So lange es ihr Gesundheitszustand erlaubte, war sie immer unter den Menschen und im Dorfleben fest verankert. Die letzten Jahre, die von Krankheit geprägt waren, verbrachte sie in der Seniorenpension Güttenbach, wo sie auch in der Nacht vom 23. auf den 24. Jänner für immer ihre Augen schloss.
Auch wenn sie es in ihrem Leben nicht immer leicht hatte, so verlor sie nie ihren Humor und ihre Lebensfreude, die sie so liebenswert machten. Ida Boisits hat in ihrem Leben viele bleibende Spuren in Neuberg, aber auch für die Burgenland-Kroaten hinterlassen.
Foto: Karl Knor